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Photo ©Shutterstock.com / robertonencini
Eine Möwe auf Capraia
Die besten Orte für Vogelbeobachtungen in der Toskana
Feuchtgebiete, Parks, Inseln und mehr: Entdecken Sie die besten Orte der Toskana um Vögel zu beobachten

In der Toskana lassen sich hervorragend Vögel beobachten, denn viele Gegenden dienen als Rastplätze für verschiedene Zugvogelarten. Die wichtigsten dieser Feuchtgebiete sind die Oasi di Massaciuccoli und der Parco Regionale della Maremma.

Versilia
Die Oasi di Massaciuccoli- Credit:  Shutterstock.com / Alessio Catelli

Der Massaciuccoli See mit seiner gut 120jährigen Tradition der Vogelbeobachtung ist ein Ort von großem ornithologischen Interesse. Etwa 300 verschiedene Vogelarten wurden hier bereits verzeichnet. Das Gebiet ist als Naturreservat geschützt zu den verschiedenen Jahreszeiten Rastplatz für zahlreiche Zugvögel.

Zu Beginn der Wintersaison etwa folgen Haubentaucher und Kormoran ihrem Jagdinstinkt und fischen nach Schleien und Meeräschen. Grau-, Seiden-, Elster- und Kuhreiher sowie die Sumpfschnepfe wiederum staksen im Schilf des Flachwassers herum. Der Winter hingegen ist die Zeit der Uferschnepfen und Knäkenten.

Die Ankunft des Frühlings bedeutet auch die Ankunft der Richtung Norden ziehenden Enten. Zu ihnen gesellen sich Stelzvögel und Rohrdommeln, eine sehr seltene Reiherart, die am Massaciuccoli-See die größte Popolation Italiens aufweist. Nicht zu vergessen das langsame Eintrudeln des Stelzenläufers und die wagemutigen Tauchmanöver des Fischadlers in Vorbereitung auf eine lange Herbstwanderung.

Die Maremma und der Monte Argentario
Flamingos in der Lagune von Orbetello- Credit:  Shutterstock.com / Gaia Fabbri

Auch im Parco della Maremma gibt es einige Feuchtgebiete. Eine der wichtigsten Vogelzugrouten führt über die Lagune von Orbetello, wo man Goldregenpfeifer, Blässgänse, Braunsichler und vor allem Kraniche und Flamingos beobachten und ablichten kann. In der Nähe von Castiglione della Pescaia gibt es wiederum einen alten See – schon bei den Etruskern bekannt und heute ein Sumpfgebiet namens Diaccia Botrona –, an dem sich Wildgänse, Kraniche, Kornweihen, Bachstelzen und Heringsmöwen tummeln.

Das Reservat des Lago di Burano bei Capalbio wiederum wird von Stock-, Krick- und Pfeifenten sowie Blässhühnern, Silberreihern und Falken aufgesucht.

Der Monte Amiata und seine Umgebung
Ein Rotmilan- Credit:  Shutterstock.com / fernando sanchez

Die Wälder und Felder im Binnenland Richtung Monte Amiata, die dieser alte Vulkan hervorgebracht hat, sind ein guter Ort um allerlei Raubvögel zu beobachten, darunter Merline, Rotfußfalken und auch Rotmilane. Und apropos Raubvögel: Wer den überaus seltenen Lannerfalken sehen möchte, muss zur Oasi Capra Matilda und zum Bosco dei Rocconi in die Gegend von Roccalbegna gehen, denn dort nistet dieser besondere Vogel in den alten Bäumen im und rund um den Canyon.

Der Toskanische Archipel
Eine Möwe in der Toskana- Credit:  Shutterstock.com / Kerrie W

Schließlich kann man nicht von Vogelbeobachtung sprechen ohne die Inseln des toskanischen Archipels zu erwähnen, die für die Zugvögel eine Art Brücke über das Meer entlang ihrer Route gen Süden sind.

Denn sie rasten auf den Inseln, vermeiden dadurch lange Strecken über das offene Meer und nutzen zugleich die Aufwinde des Festlandes.

Alle Inseln sind wichtige Rastplätze. Auf der Insel Elba organisiert das Centro Ornitologico Toscano (Vogelzentrum) jedes Jahr auf dem Gipfel des Monte Serra die Beobachtung der Migration der Raubvögel. Auf Capraia ist der Stagnone, eine saisonale Wasserstelle, obligatorisches Etappenziel für viele Zugvögel, etwa Bachstelze und Stelzenläufer, genau wie Giannutri, wo eine Vielzahl an Silbermöwen nistet.

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