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Photo ©Massimiliano Grassi
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Valdichiana Aretina
Die Kornkammer der Toskana, schon seit der Etruskerzeit

Der zur Provinz Arezzo gehörende Teil des Chiana-Tals ist das landwirtschaftliche Herz der Toskana: Dieses Land, das insbesondere, wenn es brachgelegt wurde, kahl und karg erscheinen mag, birgt in Wirklichkeit Früchte, die sehr sorgfältig gepflegt und gehütet werden. Auf diesen Feldern wachsen Produkte, die für den weniger verfeinerten, dafür aber authentischen Geist der Toskana stehen und deren Wert gerade auf ihrer unverfälschten Schlichtheit beruht. Hier erscheint alles groß und breitschultrig, ohne sich weiter zu sorgen, ob damit ein verwachsenes oder bizarres Aussehen einhergeht:Die Tomaten sind riesig und gerippt, der Knoblauch wird zum eindrucksvollen Aglione, die Rinder der Rasse Chianina sind von majestätischer Größe. Alles im Chiana-Tal scheint das faszinierende Bild der starken Hände der Bauern zu verkörpern, die eine Geschichte von harter Arbeit, völligem Einsatz und Zugehörigkeit erzählen. Das Gefühl von Trockenheit, das alles ausstrahlt, scheint einen Höhepunkt erreichen zu wollen, nun wo es den der Gesundheit abträglichen Sumpf von einst nicht mehr gibt und von diesen Feuchtgebieten nur noch ein Weg erzählt - "der Trockenlegung" genannt - den man mit dem Fahrrad zurücklegen kann, um grandiose wasserbauliche Werke zu entdecken.

Die Sonne im Chiana-Tal trocknet die Felder aus, erwärmt aber auch die Herzen, und von genau dieser lichterfüllten Lebensfreude erzählt Frances Mayes in Unter der Sonne der Toskana, in dessen Mittelpunkt weniger die amerikanische Touristin steht, als die betörend schöne Landschaft bei Cortona.

Dieses Land also, das Leib und Seele Nahrung gibt, wurde in der Vergangenheit auch "die Kornkammer Etruriens" genannt, denn die Etrusker nutzten seine Ressourcen und haben wahrscheinlich nirgendwo sonst so viele Spuren hinterlassen. in diesem Gebiet werden ständig Ausgrabungen und Studien durchgeführt, und noch heute findet man die Überreste von Kulturen, die zu unserem Glück nicht still vorüber gezogen sind. Die Etrusker haben Orte wie Castiglion Fiorentino oder das magische Cortona (mit den Mauern und dem archäologischen Areal) gegründet und das Land gepflügt, wo später Marciano und das romantische Lucignano entstehen sollten.

Es gibt jedoch eine Sache, die mehr als alles andere der spürbaren Harmonie dieses Teils des Chiana-Tals zugrunde liegt: Der Rhythmus der Traditionen, der mal mehr der Vergangenheit zuneigt - wie beim jahrhundertealten Karneval von Foiano oder dem Palio von Castiglion Fiorentino - mal mehr der gegenwärtigen Zeit - wie in Civitella, das mit der Schöpferkraft zeitgenössischer Künstler wiedergeboren wurde, oder in Cortona, mit On The Move, einem internationalen Festival für Fotografie.

Ort
Marciano della Chiana Marciano della Chiana
Lucignano von oben gesehen Lucignano
Castiglion Fiorentino Castiglion Fiorentino
Civitella in Val di Chiana Civitella in Val di Chiana
Monte San Savino Monte San Savino
Foiano della Chiana Foiano della Chiana
Dom, Cortona Cortona
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