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Photo ©Federico Scorzoni
Pianosa, fondali
Pianosa
Eine Insel fernab des Massentourismus

Die Insel Pianosa, die seit dem Altertum als Planasia bekannt ist, charakterisiert sich durch ein vollständig flaches Gebiet. Die Insel des Toskanischen Archipels, die Elba am nächsten liegt, war bereits zur Zeit der Römer bekannt, wie die archäologischen Unterwasserfunde bezeugen, und zählte zu einer der Handelsrouten des klassischen Mittelmeers. Im Mittelalter stritten sich Pisa und Genua lange Zeit um Pianosa, bis die Insel gegen Ende des 14. Jahrhunderts unter die Herrschaft von Piombino fiel, ohne jedoch dauerhaft besiedelt zu werden. 

Die Geschichte von Pianosa ist ab diesem Zeitpunkt eng mit der Strafkolonie verbunden, die 1856 vom Großherzogtum Toskana ins Leben gerufen wurde und bis 1998 in Betrieb war. Seit der Schließung der Strafanstalt  - die durch eine hohe Mauer aus bewehrtem Beton von dem kleinen Ort abgetrennt war  -, haben die Gemeinde  Campo nell’Elba und der Parco Nazionale dell’Arcipelago Toscano ein Projekt ausgearbeitet, das den Umweltschutz mit der Möglichkeit verbindet, eine einmalige Insel mit einem kristallklaren Meer zu entdecken. Da Pianosa jahrhundertelang eine Strafanstalt beherbergte, entwickelte sich die Insel zu einem besonderen natürlichem Ambiente mit einem lebendigen Meer, das man an keinem Mittelmeerort in dieser Form mehr findet.

Entlang der Küste von Pianosa wechseln sich felsige Abschnitte mit wunderschönen Sandbuchten ab,von denen die bekannteste die Cala San Giovanni (oder Cala Giovanna) ist, ein reizvoller Strand mit weißem Sand, bei dem man auch die Überreste der römischen Villa besichtigen kann. Der Meeresgrund der Insel ist überzogen von Neptungras, das hier von Ankerplätzen und Schleppnetzfischerei verschont wurde. Das Schnorcheln auf der Insel ist ein unvergessliches Erlebnis und ermöglicht es, im nicht so tiefen Wasser Zackenbarsche, Langusten, Goldbrasse, Zahnbrassen, Muränen und viele andere Mittelmeerarten zu beobachten. Seit 2013 erteilt der Park zudem die Erlaubnis,  Gerätetauchen auf Pianosa zu betreiben und sich hierzu an zugelassene Tauchcenter zu wenden. Die Unterwassernutzung unterliegt einer Kontigentierung, ermöglicht es aber den Unterwasserreichtum eines der unberührtesten Meeresgründe im Mittelmeer zu entdecken. 

Pianosa bietet jedoch nicht nur Natur. Auf der Insel kann man zahlreiche Spuren entdecken, die die seit der Prähistorie vorhandenen Siedlungen hinterlassen haben, darunter eine Nekropole aus der Kupfersteinzeit, die bereits erwähnte römische Villa und die frühchristlichen Katakomben. Die Casa del Parco in Villa Literno stellt Informationen zum naturalistischen und historisch-architektonischen Erbe zur Verfügung. Täglich erhalten nur 330 Personen Zutritt auf Pianosa.

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