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Photo ©Pietro Canali/SIME
Kathedrale von Siena
Siena
Die Stadt, in der jeder Stein die Jahrhunderte durch unverändert überdauert hat.

Das in seiner mittelalterlichen Ausgeglichenheit erstrahlende Siena ist schon von weitem zu sehen. Die drei Hügel, auf denen die Stadt liegt, erheben sich in einer idyllischen Landschaft,  in der sich die Grenzen des alten Zentrums vor einer Kulisse abzeichnen, die noch die gleiche zu sein scheint wie die, welche Ambrogio Lorenzetti in den Räumen des Palazzo Pubblico in der Allegorie der Guten Regierung verewigt hat. Noch heute zeigt sich Siena größtenteils in seinem Erscheinungsbild aus dem 14. Jahrhundert. Das einzigartige und gut erhaltene mittelalterliche architektonische Erbe ist einer der Hauptgründe für den Besuch dieser schönen Stadt, die sich schon seit langem dieses empfindlichen Gleichgewichts bewusst ist.

Die Blütezeit der Stadt, die mit dem Aufstieg Sienas zum Rivalen von Florenz zusammenfällt, wurde im Mittelalter erreicht, als sie - auf dem Höhepunkt ihrer historisch-ökonomischen Entwicklung - ihre heutige Form annahm: Im Laufe weniger Jahrzehnte wurden der prächtige Palazzo Comunale mit der imposanten Torre del Mangia errichtet, einer der iens, ältesten und höchsten Türme Italiens, die schöne Piazza del Campo mit Travertin in der charakteristischen Muschelform gepflastert. Der Platz ist weltweit als Austragungsort des Palio bekannt, ein Pferderennen zwischen den Contraden, das zweimal im Jahr stattfindet: Zu diesem Anlass wird der Platz mit Tuffsteinpulver bedeckt, um den Pferden das Laufen zu erleichtern. Im Mittelalter wurde auch mit dem Bau des berühmten Doms begonnen, den die Einwohner Sienas sogar noch erweitern wollten. Dieses  Projekt wurde wegen der verheerenden Pestepidemie von 1348 letztendlich aufgegeben (allerdings sind die  Spuren auf der Piazza Jacopo della Quercia noch heute deutlich sichtbar, wo man die Säulen für das neue Kirchenschiff und die neue Fassade, Facciatone genannt, bewundern kann).

 

Im Umland von Siena befinden sich einige der schönsten Orte der Toskana, darunter San Gimignano, das man leicht man dem Bus erreichen kann und das dank seiner Türme als das „Manhattan des Mittelalters“ bekannt ist. 

Sehenswert ist auch die Burg von Monteriggioni, die bereits Dante Alighieri in seiner Göttlichen Komödie beschrieb. Im XXXI. Gesang der Hölle vergleicht der bedeutende Dichter die Umrisse der Riesen des IX. Höllenkreises mit der Stadtmauer dieser toskanischen Ortschaft: „però che come su la cerchia tonda Montereggion di torri si corona, così la proda che ’l pozzo circonda“ (Denn so wie Montereggion sich auf jenem runden Bezirke gleichsam mit einer Krone von Türmen erhebt ....  so zeigten sich die Riesen, .... , an dem um den Brunnen herumgehenden Ufer, mit ihren halben Leibern, welche wie Türme in die Höhe ragten). Buonconvento ist ein landwirtschaftlich geprägter Ort, der sich im 13. Jahrhundert entlang der Via Francigena entwickelte, dem alten Weg, der es den Pilgern ermöglichte, Rom von Westeuropa aus zu erreichen. Darüber hinaus lohnt sich ein Ausflug ins Gebiet von Asciano, das durch Biancane (kuppelförmige Formationen) und Calanchi (Badlands) gekennzeichnet ist, die die typische „Mondlandschaft“ der Crete Senesi formen. Die für diese Gegend typische Farbe oszilliert aufgrund des Vorkommens von Lehm (oder Ton), der sich mit Steinsalz und Kreide vermischt, zwischen blauen und grauen Tönen. Inmitten der sanft geschwungenen Hügel wächst die erlesene weiße Trüffel, der hier auch ein Museum und ein jährlich stattfindendes Volksfest gewidmet sind.  

 

 

Zweimal im Jahr findet der berühmte Palio di Siena statt, Ausdruck der faszinierende, eindrucksvollen Bräuche, die sich im Laufe der Zeit überliefert haben: Das Pferderennen wird auf der Piazza del Campo mitten im historischen Zentrum zwischen den Contraden, den einzelnen Stadtteilen, ausgetragen. 

Im Dezember wird auf der Piazza ein Markt, der Mercato del Campo, beherbergt, während bei Santa Maria della Scala (einem der ersten Hospitals Europas) interessante Ausstellungen für italienische und ausländische Touristen organisiert werden.

 

Unter den zahlreichen Traditionen dieser geschichtsträchtigen Stadt etruskischen Ursprungs darf man die Kochkunst nicht vergessen, da Siena die größte und raffinierteste Konditortradition der Toskana besitzt: Probieren Sie Ricciarelli, Panforte, Pan Pepato, Reispudding, Cavallucci oder Copate, Sie werden es nicht bereuen! Kosten Sie auch die Pici, eine handgemachte Nudelsorte, Pecorino und die Cinta-Senese-Wurtswaren.

 

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