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Photo ©Verity Cridland
Chiusi
Chiusi
EIN ORT MIT LANGER GESCHICHTE: VON DEN ETRUSKERN BIS ZUR GEGENWART

An der Grenze zu Umbrien liegt inmitten einer friedlichen Landschaft die alte Stadt Chiusi, die laut lateinischer Quellen eine der ersten und bedeutendsten Etruskerstädte war: Der Historiker Servio geht davon aus, dass sie von dem Helden Cluso gegründet wurde, dem Sohn des lydischen Prinzen Tyrrhenos, der nach Herodot die Auswanderung anführte, die dem Ursprung des etruskischen Volkes zugrunde lag; oder von Telemachos, dem Sohn des Odysseus.

Zu etruskischer Zeit wurde Chiusi zu einer der wichtigsten Städte des Zwölfstädtebundes, und im 6. Jahrhundert v. Chr. wurden die ersten Kontakte mit Rom geknüpft. Auf das Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. geht die Initiative des Porsenna, des Königs des etruskischen Clusium zurück, der die Stadt belagerte und eroberte. Der Wohlstand von Chiusi ist eng mit seinen Alluvialböden und der strategischen Lage der Stadt verbunden, die entlang einer bedeutenden Handelsader lag. Wenn man sich entlang des Tibers, der damals schiffbar war, durch das Chiana-Tal flussabwärts bewegt, gelangt bis nach Valdarno.

Im 3. Jahrhundert v. Chr. unterstand die Stadt der Herrschaft Roms. Im Laufe des 2. Jahrhunderts war sie dann von der sozialen Frage betroffen, die das gesamte Nord- und Mittelitalien erschütterte und maßgeblich zur Befreiung der Sklaven beitrug. Nachdem Chiusi 540 v. Chr. von den Goten besetzt worden war, wurde es Sitz eines langobardischen Herzogtums, das bis 776 dokumentiert ist. Seit dem 11. Jahrhundert unterstand die Stadt dem Bischof, aber schon im darauffolgenden Jahrhundert geriet Chiusi in den Einflussbereich Orvietos und dann Sienas. Während dieser Zeit wurde die Stadt befestigt und schließlich vom Stadtstaat Siena annektiert.

Sehenswert im historischen Zentrum von Chiusi sind der Domplatz und die reizvolle alte Concattedrale di San Secondiano, deren Atmosphäre im Inneren die der frühchristlichen Basiliken Roms evoziert. Neben der Kirche liegt das berühmte Labirinto di Porsenna, zu dem man vom Museo della Cattedrale her Zutritt erhält. Das Labyrinth, das sich unter dem Platz und den Straßen um den Dom herum entfaltet, ist allerdings nicht das Grab des Etrusker-Königs, wie es die Tradition will, sondern ein altes Aquädukt (aus etruskischer Zeit). Setzt man den Stadbesuch in Richtung Via Porsenna fort, dem alte Decumanus der Stadt, stößt man auf verschiedene Adelspaläste, darunter den Palazzo Baldetti und Palazzo Della Ciaia, die den charakteristischen Turm mit gotischen Bogen besitze. Der Palazzo Nardi und der Palazzo Turrini-Betti sind hingegen im Stil des 16. Jahrhunderts errichtet. Sehenswert ist auch noch das schöne Museo Etrusco (Etruskisches Museum), das in einem Palazzo beherbergt wird, dessen Fassade an einen neoklassizistischen Tempel erinnert.


Die Umgebung von Chiusi charakterisiert sich durch die Orte, die die Etrusker auf den Hügeln als Grabstätten nutzten und die den aktuellen Ortskern umfassen. Hier kamen auf den bewirtschafteten Feldern und in den Wäldern im Laufe der Jahrhunderte mehr als tausend Gräber zum Vorschein. Unweit der Stadt liegt auch der glänzend blaue Lago di Chiusi.

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