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Photo ©Adriana Pagliai
Waterbones (Climbing)
Ein Rundgang zu den zeitgenössischen Kunstwerken von Prato
Eine Tour vom historischen Stadtzentrum in die Vororte, die ganz im Zeichen von Pratos Kunst steht 

In den letzten Jahren wurde Prato zu einer wichtigen europäischen Anlaufstelle in Sachen zeitgenössische Kunst: neben dem berühmten Zentrum für zeitgenössische Kunst Luigi Pecci, gibt es zahlreiche andere Arbeiten von italienischen und internationalen Künstlern, die sich über das Stadtzentrum und die Vororte  verteilen. Mit unserer Tour entdecken Sie Pratos zeitgenössische Kunst.

Zentrum für zeitgenössische Kunst Luigi Pecci
Zentrum für zeitgenössische Kunst Luigi Pecci- Credit:  Marco Badiani

Unser Rundgang beginnt bei dem Museum für zeitgenössische Kunst (beim Kreisverkehr zwischen Viale della Repubblica und Via Catani, in dessen Umgebung die Eisenskulptur „Reflection of the cosmic order“ (Eine Reflexion über die kosmische Ordnung) von Eliseo Mattiacci steht.

Unser erster Zwischenstopp im historischen Stadtzentrum ist die Piazza San Marco, wo eine berühmte Arbeit von Henry Moore, Square Form with cut (quadratische Form mit Schnitt), seit 1974 in einem kleinen Garten steht und zum Symbol der Stadt wurde. Ihre Form, die einem Schlüsselloch ähnelt, verweist auf das Tor, das in die Stadt und von der Vergangenheit in die Gegenwart führt. Von hier aus gelangt man zur Porta Frascati, in deren Umgebung sich die Arbeit Mazzocchio befindet, die aus Stahlröhren besteht und 1994 von  Ben Jacober und Yannik Vu realisiert wurde. Die Arbeit setzt sich mit der Perspektive auseinander, die Künstler gegen Ende des 15. Jahrhunderts in zwei Lager trennte: in die, die Perspektive umsetzen konnten, und die, denen es nicht gelang. 

Forma Squadrata con Taglio di Henry Moore
Quadratische Form mit Schnitt von Henry Moore- Credit:  Sansa55

Ein Hauptort entlang der städtischen Kunstroute ist der Campolmi-Komplex im Hof der Bibliothek Lazzerini, wo Sie auf „La bestia“ (Das Biest) von Bassiri, eine Bronzeskulptur auf einer Travertinbasis, sowie auf  „Waterbones Climbing in Transition State“, ein funkelndes Gebilde von Loris Cecchini stoßen

In der Nähe der Kaiserburg (Castello dell'Imperatore) auf der Piazza Santa Maria in Castello kann man die „Grande Sognatrice“ (Die große Träumerin)  von Fabrizio Corneli bewundern, eine evokative Installation aus Licht und Schatten, die 2014 als Teil der Veranstaltung „Prato Contemporanea“ realisiert wurde. Wenn Sie den Rundgang von der Burg zur Piazza del Comune fortsetzen, stoßen Sie an der Treppe zum Palazzo Pretorio auf die beeindruckende Bronzeskulptur „Prometheus Strangling the Vulture II“ (Promotheus erwürgt den Geier II) von Jacques Lipchitz. Das Museo di Palazzo Pretorio beherbergt 21 Skulpturen aus Gips und Bronze sowie 43 Zeichnungen des litauischen Künstlers, die 2013 als Schenkung der Stiftung Jacques und Yulla Lipchitz und von Hanno Mott übergeben wurden.

Die Stadttour geht weiter zur Piazza Ciardi, wo die folgenden Arbeiten zu sehen sind: „Count Up“ von Alessandra Andrini (Widerstandsdenkmal, 2009, Universitätsplatz) und „The missing link to the chain that does not exist“ (Das fehlende Glied in der Kette, das nicht exisiert) von Marco Bagnoli aus dem Jahr 2016.

Außerhalb der Stadtmauer steht alongan der Viale Galilei nicht weit vom Stadtzentrum entfernt die „Anthropomorphische Figur für die Insel Elba“ von Vittorio Tavernari. Unweit der Datini-Brücke befindet sich die große Bronzeskulptur „Beißender Pfahl - Paalbijter“, die Gijs Assmann 2005 realisiert hat. Die ausgesprochen realistische Arbeit nimmt Bezug auf Themen der Erinnerung und der Vanitas, die auf die niederländische Kunst des 17. Jahrhunderts zurückgehen.

Gegenüber dem Museum Pecci  steht die berühmte Skulptur „Exegi monumentum aere perennius“ von Anne und Patrick Poirier, ein Symbol der Stadt. Die Arbeit bringt „das wechselhafte Schicksal der Zivilisation“ und die Erschütterung aller Fundamente zum Ausdruck, die wir in unserer jüngsten Geschichte auf globaler Ebene erleben. Darüber hinaus können Sie in den Gärten in der Via Carlo Marx eine Marmorskulptur von Giò Pomodoro entdecken, die Pablo Neruda gewidmet ist und den Titel „Isla Negra“ trägt.

Unweit von Prato sollte man nicht den Museumspark Quinto Martini in Carmignano verpassen, eine schöne Grünfläche mit Wegen, die zu 36 Bronzestatuen von Martini führen. 

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