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Photo ©Francesca Fantoni
Die Pappa con Pomodoro
Fünf Weine als ideale Begleitung zu fünf toskanischen Spezialitäten
Auf den Spuren der Traditionen und Genüsse der toskanischen Küche

Die Toskana ist sowohl für ihre exzellenten Weine bekannt, als auch für ihre Spezialitäten, die auf einer einfachen, aber naturreinen Bauernküche basieren.

Jeder Wein und jedes Gericht erzählen die Geschichte der Region, aus der sie stammen. Wir führen Sie auf eine kulinarische Reise, bei der sie fünf Weine und ihre ideale Kombination mit fünf typischen toskanischen Spezialitäten kennenlernen können. Probieren Sie bei Ihrem nächsten Restaurantbesuch einen unserer Vorschläge aus!

Nachfolgend die Liste mit unseren Servierempfehlungen für fünf toskanische Gerichte und fünf regionale DOC- und DOCG-Weine.

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Bordatino mit Palmkohl und Weißwein Val di Cornia DOC
Bordatino-Eintopf
Bordatino-Eintopf- Credit:  Francesca Fantoni

Bordatino ist ein Eintopf aus Maismehl und ein typisches Gericht aus der Gegend von Pisa und Livorno, von dem es mehrere Varianten gibt. Die berühmteste ist Bordatino nach Pisaner Art mit Palmkohl und Bordatino mit Fisch. Der Name des Eintopfs stammt daher, dass er meist an „Bord“ der Fischerboote zubereitet wurde. Es handelt sich um ein einfaches, nährstoffreiches und sehr schmackhaftes Gericht.

Zum Bordatino empfehlen wir einen Weißwein Val di Cornia DOC. Im Weingebiet Val di Cornia zwischen Pisa und Livorno werden hauptsächlich die Reben Viogner, Ansonica, Malvasia, Trebbiano und Vermentino angebaut. Der Val di Cornia bianco zeichnet sich durch seine Samtigkeit aus, die eine harmonische Verbindung zu den süß-bitteren Geschmacksnoten des Bordatino bildet.

Gnudi aus Ricotta und Spinat in Butter-Salbei-Soße mit Vernaccia di San Gimignano DOCG
Die Gnudi, ein typisches Gericht aus der Toskana
Die Gnudi, ein typisches Gericht aus der Toskana- Credit:  Francesca Fantoni

Die Gnudi (Ricotta-Klößchen) sind ein typisches Gericht des Mugello, einer der schönsten Regionen der Toskana. Der Name stammt daher, dass es sich um „nackte“ Klößchen (nudi) ohne Teigtaschen handelt. Die wichtigsten Zutaten sind Ricotta und Spinat, die mit Eiern und Gewürzen vermischt werden.

Die Klößchen werden einfach mit Butter, Salbei und Reibekäse serviert. Um das Gericht reichhaltiger zu machen, kann es auch mit Fleischsoße garniert werden.

Zu den Gnudi in Butter-Salbei-Soße passt ein toskanischer Wein von guter Säure, der einen idealen Kontrast zu den gehaltvollen Zutaten wie Butter und Käse bildet. Unser Tipp ist ein klassischer toskanischer Weißwein: Vernaccia di San Gimignano DOCG.

Pappa col pomodoro und Carmignano DOCG
Toskanischer Rotwein: ein echter Genuss!
Toskanischer Rotwein: ein echter Genuss!

Eines der bekanntesten Gerichte der Toskana ist die pappa col pomodoro, eine Suppe, die aus wenigen einfachen Zutaten besteht: altbackenes Brot, Tomatensoße, natives Olivenöl extra und Basilikum.

Dazu können Sie ein Glas Rotwein Carmignano DOCG genießen, der nicht zu komplex ist und dank seiner angenehmen Geschmeidigkeit und Alkoholstruktur die leicht sauren Geschmacksnoten der Tomaten ausgleicht. Der Carmignano stammt aus der Gegend von Prato: bereits 1716 klassifizierte Cosimo III. de' Medici dieses Weingebiet als eines der wichtigsten des Großherzogtums Toskana.

Peposo dell'Impruneta und Chianti Rufina DOCG
Peposo, eine typische Spezialität aus der Toskana
Peposo, eine typische Spezialität aus der Toskana- Credit:  Enrico Caracciolo

Das vor allem für die Region Florenz typische Gericht Peposo wird aus Rindfleisch zubereitet: es handelt sich um eine Art Gulasch, das stundenlang auf kleiner Flamme in Chiantiwein geköchelt wird und mit reichlich schwarzem Pfeffer (auf Italienisch „pepe“, daher der Name dieser Spezialität) gewürzt wird. Einst verwendete man dazu Tontöpfe, die seit Jahrhunderten in Impruneta hergestellt werden. Ergebnis ist ein aromatisches Gericht, dessen Fleisch auf der Zunge zergeht, mit einer dunklen, intensiven Soße, die durch den Wein eine leicht säuerliche Note erhält.

Zum Peposo passt zum Beispiel ein Chianti Rufina aus dem Chiantigebiet in der Nähe von Florenz, wo ein besonders vollmundiger und mineralischer Sangiovese angebaut wird.

Schiaccia Briaca der Insel Elba und Aleatico passito DOCG
Schiaccia Briaca der Insel Elba
Schiaccia Briaca der Insel Elba- Credit:  Francesca Fantoni

Eine klassische Kombination von einer der schönsten und bekanntesten Inseln des toskanischen Archipels, der Insel Elba.

Die Schiaccia Briaca ist ein typisches Süßgebäck der Insel, das wie Brot, aber ohne Hefe zubereitet wird. Dazu vermischt man extranatives Olivenöl, Mehl, Trockenobst und Likörwein. Aber welchen Likörwein? Hier sind sich die Inselbewohner nicht ganz einig. In Rio Marina wird als Zutat der Alchermes verwendet, der der Schiaccia einen leichten Rotton verleiht. In Capoliveri zieht man dagegen Aleatico oder Moscato passito vor.

Unbestritten ist die Tatsache, dass ein Glas Aleatico passito DOCG, der zu den jüngsten DOCG-Weinen der Toskana gehört, die ideale Begleitung zur Schiaccia Briaca bildet, da sein Aroma an getrocknete Früchte (vor allem Pflaumen und Feigen) erinnert und sein leichter Tannin-Gehalt einen perfekten Kontrast zu den Olivenölnoten des Gebäcks darstellt.

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