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Photo ©Francesco Bolognini
Medici-Villa La Ferdinanda in Artimino
location_city Historische Gebäude
Die Medici-Villa La Ferdinanda in Artimino
Inmitten der Hügel von Carmignano liegt Buontalentis architektonisches Meisterwerk

Die Medici-Villa La Ferdinanda befindet sich in Artimino in der Gemeinde Carmignano und wurde auf Betreiben des Großherzogs Ferdinando I. de' Medici realisiert, der Bernardo Buontalenti mit der Ausführung beauftragte: Der Bau erfolgte in nur 4 Jahren, von 1596 bis 1600, und verschaffte dem Florentiner Architekten hohes Ansehen.

Der Auftraggeber und seine Nachfolger nutzten die Villa jedoch kaum. Erst Cosimo III. ließ sie im alten Glanz erstrahlen. Nachdem sie zur Zeit der Lothringer erneut unbewohnt war, sah sich Großherzog Peter Leopold von Lothringen gezwungen, sie den Marquis Bartolomei zu überlassen. Die Villa wurde dann von einem Erben zum nächsten weitergereicht: von den Bartolomei an die Passerini und 1911 an die Maraini. 

Das Gebäude besitzt einen rechteckigen Grundriss, während sich die Fassade durch eckige Bastionen, die diesem das Erscheinungsbild einer Festung verleihen, und eine Freitreppe kennzeichnet, die zum ersten Geschoss führt und 1930 von dem Architekten Enrico Lusini nach einem Entwurf Buontalentis errichtet wurde. Das militärische Erscheinungsbild wird durch die weitläufige Loggia, die vier toskanische Säulen stützen, kontrastiert.

Die Medici-Villa in Artimino
Die Medici-Villa in Artimino

Die Villa besitzt Räume, die von Domenico Cresti, genannt Passignano, und Bernardo Poccetti freskiert wurden, vom Gewölbe bis zur Loggia und Kapelle, vom Salone dell'Orso bis zu den Wohnräumen von Christine von Lothringen. Im Erdgeschoss befinden sich die großherzoglichen Weinkeller und die Waffensäle.

Eine Besonderheit der Villa La Ferdinanda sind die zahlreichen Kamine, weshalb sie auch Villa dei Cento Camini (Villa der hundert Kamine) genannt wird. Wenn es auch nicht ganz so viele sind, so gibt es dennoch so viele Kamine wie Zimmer, und jeder Kamin zeichnet sich durch eine andere Machart aus. Als die Villa errichtet wurde, wollte Ferdinando I. nämlich in jedem Raum eine Art moderne „einzelne“ Heizung realisieren, um der Eiseskälte während der winterlichen Jagdsaison entgegenzuwirken.  

Carmignano
roomViale Papa Giovanni XXIII, 1
4.6
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